Die Steinschlag-Revolutionäre

Er tüftelte, rechnete, testete, analysierte Schwachstellen bisheriger Systeme – jahrelang. Harald Brach von Allgäuer Autoglas investierte über 1000 Stunden in Versuchsreihen und schuf etwas Neues, etwas das die Autoglasbranche aufhorchen lässt: GECKO, ein automatisiertes Reparatursystem, das inzwischen patentiert ist und in Fachkreisen als „Gamechanger“ gilt. Im Interview spricht Harald Brach über den langen Weg zur Perfektion, warum sich selbst große Anbieter jetzt für das System interessieren und warum Reparieren nicht nur günstiger, sondern auch umweltfreundlicher ist.

Herr Brach, Ihre Entwicklung sorgt in der Branche für viel Aufmerksamkeit. Was hat Sie ursprünglich dazu bewegt, bestehende Reparatursysteme infrage zu stellen und schließlich den GECKO zu entwickeln?

Ich bin seit fast vier Jahrzehnten im Autoglasgeschäft tätig und habe unzählige Scheiben repariert. Schon vor rund 20 Jahren hatte ich zunehmend das Gefühl, dass herkömmliche Reparaturmethoden, trotz moderner Harze und UV-Lampen, nicht die Ergebnisse lieferten, die ich mir als Profi und Qualitätsfanatiker vorstellte. Kurz gesagt: Ich war mit der Erfolgsquote schlicht nicht zufrieden. Für mich war klar: Das kann man besser machen, das muss man besser machen.

Nach fünf Jahren im Angestelltenverhältnis haben Sie sich dann erneut dazu entschlossen, sich mit Allgäuer Autoglas in Kempten selbstständig zu machen. Immer mit dem festen Vorsatz: keine Kompromisse bei der Qualität. War Ihnen damals schon klar, dass Sie ein eigenes Reparatursystem entwickeln wollen, oder hat sich diese Idee erst mit der Zeit konkretisiert?

Anfangs war das nicht mein Ziel – nein. Was mir immer klar war: Bei der Qualität mache ich keine Kompromisse. Aber als ich nach einem Reparatursystem suchte, das meinen Ansprüchen genügt, wurde mir schnell klar: So etwas gibt es nicht. Also habe ich begonnen, für meinen eigenen Betrieb ein System zu entwickeln, das wirklich professionell, nachhaltig und sauber arbeitet. Dass daraus ein patentiertes Produkt mit internationaler Beachtung wird, hätte ich damals selbst nicht gedacht.

Der GECKO ist inzwischen patentiert und gilt als Meilenstein in der Branche. Können Sie uns erklären, wie das System grundsätzlich funktioniert und worin es sich technisch von herkömmlichen Reparaturmethoden unterscheidet?

Ich habe jeden einzelnen Reparaturschritt analysiert und in unzähligen Tests optimiert. Das Ergebnis dieser Entwicklung steckt heute im GECKO. Besonderen Wert habe ich auf eine einfache Handhabung, hohe Bedienfreundlichkeit und einen geringen Wartungsaufwand gelegt. Eine speziell entwickelte Mikroprozessorsteuerung überwacht und steuert den gesamten Ablauf – von der Unterdruckphase über die Harzinjektion bis zur UV-Härtung. Fehlerquellen durch unsaubere Handarbeit werden so nahezu ausgeschlossen. Der Reparaturkopf sorgt für perfekte Abdichtung und blasenfreie Harzinjektion. Und unsere eigens entwickelte UV-Lampe härtet das Harz besonders schnell und effizient aus.

Gab es zu Beginn der Entwicklung bereits ähnliche Systeme oder Vorbilder, an denen Sie sich orientieren konnten oder standen Sie mit Ihrer Idee technisch völlig allein da?

Soweit ich weiß, gibt es weltweit kein vergleichbares System. Bevor ich mit der Umsetzung begann, habe ich viele Stunden damit verbracht, nach bestehenden Lösungen zu recherchieren – ohne Erfolg. Schließlich habe ich sogar eine internationale Patentrecherche durch einen erfahrenen Patentanwalt durchführen lassen. Als auch die ohne Ergebnis blieb, war für mich klar: Es gibt noch nichts Vergleichbares. Und genau das war der Antrieb, es selbst zu entwickeln.

Warum, glauben Sie, ist vor Ihnen niemand auf die Idee gekommen, ein derart automatisiertes und präzises Reparatursystem zu entwickeln?

Ich denke, dass die Windschutzscheibenreparatur lange Zeit wirtschaftlich einfach unattraktiv für viele Kfz-Betriebe war. Der Aufwand stand oft in keinem Verhältnis zur erzielbaren Rendite – vor allem, weil die Technik umständlich war und die Ergebnisse nicht immer überzeugten. Erst als Versicherungen anfingen, gezielt auf Reparaturquoten zu setzen und sich Hersteller sowie Autohäuser dieses Feld zurückholen wollten, begann sich der Markt zu verändern. Ich hatte wohl den richtigen Riecher, zur richtigen Zeit.

Sie sagen, dass die Scheibenreparatur lange als wirtschaftlich unattraktiv galt und nun wieder stärker in den Fokus rückt. Wie verändert der GECKO aus Ihrer Sicht das Geschäft für freie Werkstätten – und welche Chancen ergeben sich dadurch im Wettbewerb mit großen Ketten und Vertragspartnern der Versicherer?

Der GECKO macht die Reparatur wieder attraktiv – technisch wie wirtschaftlich. Eine Reparatur dauert etwa 15 Minuten, wobei der Anwender nur zwei bis drei Minuten aktiv eingreift. Den Rest übernimmt das System. Das bedeutet: konstante Qualität, minimaler Aufwand, hohe Rentabilität. Für freie Werkstätten ist das eine echte Chance, ein lukratives Geschäftsfeld zurückzugewinnen.

Herr Brach, Sie sprechen davon, dass viele freie Werkstätten durch den GECKO wieder wirtschaftlich attraktiv reparieren können. Wie ist denn die Resonanz aus der Branche bisher – interessieren sich tatsächlich immer mehr Betriebe für das System?

Ja, absolut. Die Resonanz ist wirklich erfreulich und ehrlich gesagt auch ein Stück weit Bestätigung dafür, dass sich die jahrelange Entwicklungsarbeit gelohnt hat. Viele Werkstätten, die Steinschlagreparaturen früher eher gemieden haben, erkennen nun das Potenzial: schnelle Abläufe, zuverlässige Ergebnisse und endlich ein System, das im Alltag funktioniert. Wir erhalten Anfragen aus ganz Deutschland und zunehmend auch aus dem Ausland – auch von größeren Betrieben und Autohäusern.

Neben der Wirtschaftlichkeit rückt zunehmend auch das Thema Nachhaltigkeit in den Fokus. Wie bewerten Sie den Beitrag des GECKO in Bezug auf Ressourcenschonung und Umweltfreundlichkeit?

Einen erheblichen. Jede nicht getauschte, sondern reparierte Scheibe spart Material, Energie und CO₂ – vom Herstellungs- bis zum Entsorgungsprozess. Der GECKO macht hochwertige Reparaturen einfacher und wirtschaftlicher. Damit werden sie für Werkstätten wieder zur echten Alternative. Das schont Ressourcen und unterstützt eine nachhaltigere Fahrzeugreparatur.

Herzlichen Dank, Herr Brach, dass Sie sich die Zeit genommen haben und uns einen Einblick in Ihre spannende Entwicklung gegeben haben. Wir wünschen Ihnen weiterhin viel Erfolg mit dem GECKO und Allgäuer Autoglas!

Allgäuer Autoglas – Fachbetrieb seit 1992 und Heimat des GECKO

Der GECKO ist mit Sicherheit eine absolut geniale Idee, welche aber nie ohne Harald Brachs eigentliches „Baby“ Allgäuer Autoglas hätte entstehen können. Da lohnt sich ein kurzer, kleiner Blick hinter die Kulissen – und in die Unternehmensgeschichte.

Der spezialisierte Fachbetrieb für Steinschlagreparaturen und Scheibenaustausch an Pkw, Nutzfahrzeugen und Sonderfahrzeugen wurde von Harald Brach 1992 gegründet. Qualität – das sieht man am Ende ja auch am GECKO – ist die absolute Grundsäule im Fachbetrieb, den Harald heute mit Sohn Kim-Noah erfolgreich in die Zukunft führt.

Neben dem Austausch aller gängigen Fahrzeugscheiben gehören die Verlegung von Sonnenschutzfolien, die Aufbereitung von Kunststoff-Scheinwerfern sowie Sonderverglasungen für Oldtimer, Bau- und Landmaschinen zum Leistungsspektrum. Verarbeitet werden ausschließlich zertifizierte Original- und Originalersatzteile.

LEISTUNGEN:

  • Austausch von Fahrzeugscheiben
  • Steinschlagreparatur
  • Sonnenschutzfolien
  • Spezialverglasung
  • Scheinwerferaufbereitung

Allgäuer Autoglas Harald Brach
Im Allmey 12
87435 Kempten

📞 0831 697130-30
📧 info@allgaeuer-autoglas.net
🌐 www.allgaeuer-autoglas.net