Wer seinen Energiever-brauch im Unternehmen nicht kennt, zahlt doppelt
Als Unternehmen muss man seinen Gesamtendenergieverbrauch (GEV) ermitteln und nachweisen können – sonst kann es teuer werden. Präg hilft, diese gesetzliche Pflicht zu erfüllen, dadurch Energieeffizienter zu nutzen und Kosten zu sparen.
Energieeffizienz und Gesamtendenergieverbrauch (GEV) sind für viele Unternehmen inzwischen wichtige Optimierungsthemen. Es gibt dafür gleich zwei Gründe, betont Christian Walther, Leiter Energieberatung und Erzeugung bei Präg: „Zum einen ist jedes wirtschaftlich tätige Unternehmen verpflichtet, seinen GEV zu ermitteln.“ Die Pflichten dazu sind in § 8 Energiedienstleistungsgesetz (EDL-G) und § 8, 9 und 17 Energieeffizienzgesetz (EnEfG) geregelt – dies ist aber noch lange nicht bei allen Unternehmen auf der Agenda. Der GEV muss proaktiv vorgehalten werden, das kann stichprobenhaft von der BAFA kontrolliert werden. Wird diese Pflicht versäumt, kann das Bußgelder nach sich ziehen. Der zweite Grund ist wirtschaftlicher Natur: „Erst mit dem GEV weiß ein Unternehmen verlässlich, wie viel Energie es verbraucht und wofür“, erläutert Christian Walther. „Erst dann kann man Effizienzmaßnahmen in die Wege leiten, so Kosten senken und gezielt investieren.“ Genau an diesen beiden Punkten setzt Präg bei der Beratung an.
Präg unterstützt Kunden in Energiefragen. Das Unternehmen mit Sitz u.a. in Kempten und Augsburg erstellt nicht nur den GEV, sondern führt auch Energieaudits sowie Treibhausgasbilanzen durch und stellt mit Gewerbekunden Strategien zur Energieeffizienz auf. Für jedes Projekt zur Energieeffizienz bietet sich der GEV als ideale Basis an: Denn als gesetzliche Verpflichtung erfasst er alle Standorte, an denen von einem Unternehmen Energie verbraucht wird und alle zugehörigen Energieverbraucher. Dazu gehören Elektrizität, Brenn- und Kraftstoffe, Wärme, erneuerbare Energiequellen, aber auch Druckluft. „Grundlage der Berechnung sind die Verbräuche der letzten abgeschlossenen drei Kalenderjahre, daraus wird für den GEV der Durchschnitt ermittelt“, erklärt Christian Walther. „Bei der Erstellung beginnen wir mit der Datensammlung, etwa Abrechnungen der Energieversorger, Informationen zu Standorten, Anlagen und Fuhrpark.“
Geprüft wird auch, ob ein Unternehmen als kleines oder mittleres Unternehmen (KMU) gilt und welche Schwellenwerte relevant sind. Je nach Unternehmensgröße und Energieverbrauch müssen weitere Maßnahmen eingeleitet werden. Ab einem GEV von 2,5 Gigawattstunden greifen für KMU erste Pflichten, etwa die Erstellung und Veröffentlichung von Umsetzungsplänen für Effizienzmaßnahmen sowie für Maßnahmen zur Reduzierung oder Nutzung von Abwärme. Ab 7,5 Gigawattstunden ist zusätzlich ein Energie- oder Umweltmanagementsystem nach ISO 50001 oder EMAS erforderlich. Für Nicht-KMU, kann schon ab einem GEV von mehr als 0,5 Gigawattstunden die Pflicht zu einem Energieaudit nach EDL-G bestehen.
Egal ob freiwilliges, gefördertes Energieaudit bei KMUs oder verpflichtendes Energieaudit nach EDL-G bei Großunternehmen: Das Audit baut fachlich auf dem GEV auf, geht jedoch deutlich weiter. Ziel ist es, konkrete Einspar- und Effizienzpotenziale zu identifizieren. Jede Maßnahme wird dabei mit einer Wirtschaftlichkeitsberechnung nach DIN 17643 Valeri hinterlegt. Für viele Unternehmen ist ein Energieaudit der entscheidende Schritt vom reinen Überblick über den Energieverbrauch hin zu konkreten Effizienzmaßnahmen. „Im Audit betrachten wir unter anderem Produktionsprozesse, die Wärme- und Kälteversorgung, den Fuhrpark, Lastspitzen oder den Einsatz von Photovoltaik und Speichern“, erklärt Christian Walther. Für viele kleine und mittlere Unternehmen sind Energieaudits zudem staatlich förderfähig.
Präg berät individuell zu möglichen Förderungen und begleitet Unternehmen entlang des gesamten Prozesses, beginnend mit der GEV-Ermittlung über das Energieaudit bis hin zur Klimastrategie, in der langfristige Ziele für Treibhausgasminderungen definiert werden. Der beste Einstieg in diesen Prozess ist die Ermittlung des GEV. Sie ist gesetzlich verpflichtend, überschaubar im Aufwand und kann bei Nicht-Einhaltung sanktioniert werden, betont Christian Walther: „Darauf aufbauend beraten wir Unternehmen, welche konkreten Vorteile ein Energieaudit und Effizienzmaßnahmen bringen können – und wie man sie sinnvoll plant.“
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