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„Der Golfball spiegelt dich eins zu eins wider“ (Ad.)

- Advertorial - | Autorin: Linda Hild

Dass Stefan Kuntz heute Golf spielt, liegt zum einen an seinem angeborenen Ehrgeiz, zum anderen am vormals schlechten Rasen im Stadion des 1. FC Kaiserslautern. Wir haben den Trainer der türkischen Fußballnationalmannschaft zum Interview getroffen. Ein Gespräch über Ballgefühl, Körperbeherrschung und die Contenance beim Jubeln.

Die wenigsten verbinden den Namen Stefan Kuntz mit Golf. Dabei bist du ziemlich passioniert auf dem Grün unterwegs. Wie kam’s?

Tatsächlich spiele ich schon seit rund 20 Jahren Golf. Die ersten Jahre davon aber nur mäßig ambitioniert. Damals gab es verschiedene Trainer und Spieler in meinem Umfeld, die bereits golften und die mir eines Tages einen Schläger in die Hand drückten, einen Ball vor mich hinlegten und sagten „Den triffst du nie im Leben!“. Und schon war der Ehrgeiz geweckt. Schließlich willst du das Teil treffen und wissen, wie’s geht. Also hab ich einen Anfängerkurs besucht und anschließend die Platzreife gemacht. Danach hat man mich aber vielleicht einmal im Jahr auf dem Golfplatz gesehen.

Wie kam dann der Wandel hin zum ambitionierten Golfspieler?

Das war 2008, als ich Vorstandsvorsitzender beim 1. FC Kaiserslautern wurde. Schuld war der schlechte Zustand unseres Rasens – sowohl auf den Trainingsplätzen als auch im Stadion. Mir war schnell klar, dass hier was passieren musste und ich wollte eine zweite Meinung einholen. Glücklicherweise liegt der Golfclub Barbarossa Kaiserslautern direkt um die Ecke und ich habe dort angefragt, ob nicht mal ein Greenkeeper bei uns vorbeischauen könnte. Eines der schönen Dinge dort in der Region ist, dass man sehr schnell jemanden findet, der sich für den FCK interessiert und Lust hat, sich für den Verein zu engagieren. Also kam kurzerhand ein Greenkeeper vorbei, hat Bodenproben genommen und meine Befürchtungen bestätigt. Lange Rede, kurzer Sinn – seither macht der Golfclub das Greenkeeping beim 1. FCK und ich bin wieder mit Golf in Berührung gekommen.

Ist das gängige Praxis, dass ein Golfclub das Greenkeeping für einen Fußballverein übernimmt?

Das war eher aus der Not heraus geboren, weil der 1. FCK damals finanziell kaum Spielraum hatte. Die großen Vereine haben in der Regel ihren eigenen Greenkeeper. Da ist es eher üblich, dass die Greenkeeper der Golfclubs von den Fußballvereinen abgeworben werden. Das wollten wir aber nicht, sondern vielmehr eine gute Zusammenarbeit, bei der der Verein außerdem ein bisschen Geld sparen konnte. Die Entscheidung war absolut richtig, denn um die Standards der DFL einzuhalten, braucht es gute Fachleute, die sich um den Rasen kümmern und die haben wir damals mit Barbarossa gefunden.

Und fortan hat es dich häufiger aufs Grün von Barbarossa Kaiserslautern gezogen?

Ganz genau. Der Verantwortliche im Golfclub ist selbst ein sehr guter Spieler. Wir haben uns angefreundet, sind zusammen golfen gegangen und ich habe jede Menge gute Tipps von ihm bekommen. Meine Zeit damals als Vorstandsvorsitzender war knapp bemessen. Das war ein Fulltime-Job, der mich ziemlich vereinnahmt hat. Also habe ich zusammen mit meiner Frau überlegt, wie wir unsere wenige Freizeit intensiver zu zweit verbringen könnten. Das Golfen war dafür ideal. Entweder habe ich mit ihr gegolft, um unser neues Hobby zu pflegen oder ich stand mit meinem Freund auf dem Platz, um mein Spiel zu verbessern. Da bin ich dann doch recht ehrgeizig.

Ehrgeiz ist ein gutes Stichwort. Kannst du als passionierter Sportler eine Sportart überhaupt als lockeres Hobby betreiben oder packt dich am Ende doch immer der Eifer, besser zu werden?

Das Golfen ist für mich in erster Linie ein Hobby, weil ich durch meinen Job einfach zu wenig Zeit zur Verfügung habe, um mich wirklich dahinter zu klemmen – sowohl damals in Kaiserslautern als auch heute als Trainer. Klar, ein bisschen Ehrgeiz ist natürlich trotzdem dabei. Mein Ziel war immer, ein Handicap zwischen zehn und 20 zu erreichen und das habe ich mittlerweile geschafft.

Heißt konkret?

Zwischen zehn und 20 hört sich doch ganz gut an. Alles andere klingt gleich so angeberisch.

Du hast einmal gesagt, dass deine Karriere als Fußballer nicht unbedingt auf Können und Talent zurückzuführen war, sondern vielmehr auf deinen unglaublichen Ehrgeiz und Fleiß. Stimmt das?

Absolut. Ich möchte das, was ich tue, gut machen. Ich will Fortschritte sehen und mich stetig verbessern.

In allen Bereichen oder nur im Sport?

Das zieht sich bei mir durch alle Lebensbereiche. Irgendwann kommt man im Leben an einen Punkt, an dem man die Dinge immer mehr hinterfragt. Dazu zählt auch die eigene Persönlichkeit. Man kennt seine Stärken, kann aber gleichzeitig auch seine Schwächen immer besser und ehrlicher identifizieren. Selbstreflexion ist letztlich die Basis, um aktiv an sich zu arbeiten.

Hat dich der Sport dahingehend viel gelehrt oder warst du schon immer ehrgeizig und diszipliniert?

Ich glaube, dass ein großer Teil der Disziplin schon von Anfang an in mir steckte. Der Sport hat das allerdings noch weiter ausgebaut und verfeinert; schlichtweg, weil ich gemerkt habe, dass diese Strategie erfolgreich ist. Also habe ich auch nach meiner Karriere als aktiver Fußballer versucht, diesen Weg weiterzugehen.

Als Fußballer hast du im Team gespielt, als Golfer bist du als Einzelkämpfer unterwegs. War das eine angenehme Abwechslung für dich?

Ja, ich denke schon. Wenn ich Golf allein spiele, genieße ich die Einsamkeit, die Stille und die Natur. Daher sieht man mich oft schon morgens um sieben auf dem Platz, wenn noch alles ganz ruhig ist. Das sind die Tage, an denen ich mit zwei Bällen gegen mich selbst spiele. Nichtsdestotrotz suche ich regelmäßig die Möglichkeit zum Wettbewerb und spiele daher genauso gern mit Partner oder im Team. Es ist aber nicht bloß der Kontrast zwischen Teamsport und dem Spiel allein, der mich beim Golf reizt. Als Ballspieler hast du generell sehr viel Gefühl und bringst eine gewisse Körperbeherrschung mit, die dir auf dem Golfplatz enorm hilft. Ich golfe hin und wieder mit Eishockeyspielern und es ist für mich jedes Mal faszinierend zu sehen, wie gut die Jungs sind. Einfach deshalb, weil der Bewegungsablauf beim Eishockey dem Golfspiel sehr nahekommt. Wer als Sportler einmal ein bestimmtes Bewegungsmuster erlernt hat, profitiert davon definitiv in ähnlichen Disziplinen. Als Ballsportler kannst du Bewegungsabfolgen vor deinem geistigen Auge visualisieren und dein Körper ist in der Lage, diese Bewegung nahezu identisch umzusetzen.

Als Fußballer hast du früher deine Emotionen auf dem Platz offen ausgelebt. Wie ist das auf dem Golfplatz?

Die Etikette verlangt ja eine gewisse Zurückhaltung. Dadurch diszipliniere ich mich hier einfach mehr.

War das schwer für dich?

Ich erinnere mich an eines meiner ersten Turniere. Ich hatte gerade einen ziemlich langen Putt eingelocht. Also habe ich mich vor Freude auf die Knie fallen lassen und gejubelt wie damals im Stadion. Es gab an dem Tag nur wenige, die darüber gelacht haben.

Bist du ein guter Verlierer?

Beim Golfen ja, weil ich anerkennen kann, wenn jemand besser ist als ich. Nur von den Besseren kann man letztlich lernen. Aber klar, es gibt auch Situationen, in denen ich mich ärgere. Beispielsweise, wenn ich gegen meine Frau um die Fernbedienung am Abend spiele. Der Verlierer muss nämlich mit dem Gewinner mindestens eine Viertelstunde ein Programm seiner Wahl schauen. Da tut Verlieren dann schon weh.

Was läuft dann abends im Fernsehen, wenn du verlierst?

Die Wahl meiner Frau kann ich wirklich nicht verraten. Das würde mir die entsprechende Sendung sicher übel nehmen. Gewinne ich, läuft ein Western.

Was hat dich der Golfball gelehrt, was der Fußball dich niemals hätte lehren können?

Der kleine Ball macht mir sehr viel deutlicher, dass ich eine Sportart noch nicht so gut beherrsche. Anders gesprochen – der Golfball spiegelt dich eins zu eins wider.

Du meinst, auf dem Golfplatz zeigt sich der wahre Charakter eines Menschen?

Das Widerspiegeln war mehr auf die Leistung bezogen. Ich kenne aber diese Hypothese, dass sich beim Golf die wahre Persönlichkeit zeigt. Dem kann ich allerdings nicht wirklich viel abgewinnen. Ich glaube vielmehr, dass man einen Menschen genauso gut bei guten Gesprächen oder einem Glas Bier kennenlernen kann. Dafür braucht man nicht zwingend auf den Golfplatz zu gehen.

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