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Ein Kauf aus Liebe zu alten Gebäuden (Ad.)

Friedrich Hechelmann zeigt seine Werke im Schloss Isny

- Advertorial - | Questions asked by Marcel Reiser

Maler, Illustrator – und vor allem Freigeist. In der Kunstszene ist Friedrich Hechelmann das Paradebeispiel für den nimmermüden Naturliebhaber, welcher mit seiner Kunst vor allem auch die Ehrfurcht vor der Schöpfung zum Ausdruck bringt. Der 1948 in Isny geborene Hechelmann ist seinem Heimatort immer treu geblieben. Hier, in den historischen Mauern von Schloss Isny, dem ehemaligen Benediktinerkloster mit seiner über 900-jährigen Geschichte, wird die Kunst von Friedrich Hechelmann zu einem lebendigen und einzigartigen Erlebnis. Hechelmann erwarb und restaurierte den Fürstenflügel und die Marienkapelle des Schlosses. Wir sprachen mit dem Allgäuer über seinen Antrieb, die Liebe zu alten Gebäuden und über bedenkliche Entwicklungen der Gesellschaft.

Herr Hechelmann, Sie haben 2017 Teile des Schloss Isny erworben. Was macht Fürstenflügel und Marienkapelle so besonders?

Hechelmann: Aus meiner Sicht bilden die Beiden das Herz der gesamten Anlage hier auf dem Schlossgelände. Die frühere Wallfahrtskapelle ist heute noch von Bedeutung. Wir sind auch dabei, die Motivtafeln wieder aufzuhängen und den Wallfahrtsgedanken wiederzubeleben. Ende des Krieges wurde hier alles an die Stadt Stuttgart verkauft. Der Fürst hat nur den Schlossflügel und die Marienkapelle für sich behalten und als Lager verwendet. Das Stockwerk über der Kapelle beherbergte darüber hinaus eine Bibliothek, welche an Tübingen verkauft wurde. Diesen aus meiner Sicht unglaublichen Akt zum Schaden der hiesigen Kultur habe ich nie verstanden. Es wurde hier auch nie etwas gemacht. Faule Tragbalken, Wasser in Decke und Wänden durch jahrelang eindringende Regenfälle. Der Zustand dieser beiden Bauwerke war bedenklich. Trotzdem hatte ich seit jeher eine Schwäche für den Flügel und die Kapelle. Der Flügel weist beispielsweise die einzigen Nordfenster am Schloss aus. Für mein Atelier ideal.

Wie kam es dann letztendlich doch zum Kauf?

Hechelmann: Ich habe gewartet, bis mir der Kauf Ende 2017 angeboten wurde. Kulturgüter wie wir sie hier vorfinden, gehören zu einer Stadt wie Isny dazu. Allerdings wollten weder die Kirche, noch Isny selbst das gewisse Risiko eines Kaufs eingehen. Vermutlich wegen der Angst vor den Renovierungskosten. Im Grunde habe ich Flügel und Kapelle aus Liebe gekauft. Liebe zum Ort an sich – und zu alten Gebäuden. Heute bin ich froh, es gemacht zu haben.

Wie lief bzw. laufen die Restaurierungsarbeiten? 

Hechelmann: Die Restaurierung wurde durch das gleiche Team an Fachleuten durchgeführt, welches auch das Schloss Achberg hergerichtet hat. Durch die horrenden Kosten – alleine für die Dachkonstruktion hätte man alternativ ein Einfamilienhaus bauen können – haben wir das Wichtigste bisher umgesetzt. Die hohen Auflagen machen die Restaurierung nicht einfacher. Trotz allem kommen wir voran. Die Kunst wird Stück für Stück reanimiert und restauriert.

Was erwartet die Kunstbegeisterten nun im Fürstenflügel?

Hechelmann: Im ersten Stock hängen nun meine Werke. Besucher können diese im Rahmen einer Führung betrachten. Neben Buchillustrationen und Bronzen sind auch die Originale der Illustrationen zu meinem neusten Märchenroman Livia zu sehen.

Maler, Buchillustrator und wie man Ihrer Biografie entnehmen kann, immer mit neuen Ideen ausgestattet. Wie würden Sie Ihre Arbeit selbst beschreiben?

Hechelmann: Ich teile dies in zwei Arbeitsbereiche ein. Zum einen die Bebilderung von Büchern und Texten – von der Bibel bis zu Märchen. Das sind sehr umfangreiche Illustrationen. Andererseits arbeite ich an Tafelbildern – auch in großen Formaten. Ich bin allerdings der Überzeugung, dass man Bilder sehen muss. Jeder interpretiert Bilder anders, mag diese und versteht sie, oder eben nicht. Es ist wie bei der Musik. Man versteht Beethoven oder eben nicht. 

Was ist das Hauptthema Ihrer Werke?

Hechelmann: Im Grund sind das unser Planet und die Elemente, speziell die bewegten Elemente wie das Wasser. Als Welle, Woge oder Wasserfall dargestellt. Ich bebildere die vielen Gesichter und die Schönheit unsere Planeten. Bilder sind ein Medium, das direkt mit dem Betrachter kommunizieren sollte. Ein wenig sind die Werke auch ein Weckruf an uns alle. Der Mensch hat vielerorts den Kontakt zur Natur komplett verloren. Die notwendigen Opfer, die wir im Sinne von Klima- und Umweltschutz bringen müssten, werden wir nicht bringen. Ich bin weit weg von Lösungsansätzen, aber ich möchte mit meiner Kunst auf die Probleme hinweisen und Augen öffnen. Corona ist nur eine Warnung an uns alle. Wir sind Gast hier auf diesem Planeten, und sollten uns auch so verhalten. 

Was planen Sie als nächstes?

Hechelmann: Ich möchte einen Roman schreiben. Es soll ein Rückblick von Menschen werden, die im Besonderen einen Zugang zu Natur und Umwelt haben. Aktuell trage ich Material zusammen und schaue, ob sich dies für einen Roman eignet. Das ist viel Arbeit, die auch umsonst sein kann. 

Danke für das Gespräch.


Friedrich Hechelmann

Der 1948 in Isny (Allgäu) geborene Maler und Buchillustrator war von 1969-1972 Meisterschüler bei Professor Rudolf Hausner an der Akademie der bildenden Künste Wien und setzte fortan seine Visionen und Philosophie mit großem Einsatz und nicht weniger Erfolg in die Tat um. Ergebnis sind zahlreiche Bücher, Illustrationen und Gemälde.

Kunsthalle im Schloss Isny
Schloss 1
88316 Isny 

Tel.: +49 (0)7562 914-100
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.kunsthalle-schloss-isny.de

Öffnungszeiten:
Mi bis Fr: 14-18 Uhr
Sa, So und Feiertage: 11-18 Uhr.

Führung durch die Kunsthalle und das Abthaus jeden vierten Sonntag im Monat um 14:30 und 16:00 Uhr. Eine telefonische Anmeldung unter 07562/ 914100 ist aufgrund der neuen Corona-Infektionsschutzregeln erforderlich.

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